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Hammelburger Stadtpfarrkirche bei Weihnachtskonzert zu gut zwei Dritteln gefüllt
Die Stadtpfarrkirche füllte sich zum alljährlichen Weihnachtskonzert der Stadtkapelle Hammelburg mehr als zu zwei Drittel. Vor dem Einsatz des sinfonischen Hauptorchesters, das Christine Huppmann dirigierte, erfreuten unter der Leitung von Jürgen Kunkel das Jugendorchester und das Miniorchester die Zuhörer.
„Ich spiele hier gern mit“, freute sich der jugendliche Tuba-Spieler Leo Bremer. Das emsige Üben im Musikheim habe sich gelohnt. Dass die große Tuba etwas unhandlich und schwer von Gewicht ist, daran habe er sich längst gewöhnt.
Voller Konzentration schaut Leo auf den Taktstock des Dirigenten Kunkel, um seinen Einsatz nicht zu verpassen. Im Miniorchester hat Leo seinen Platz eingenommen. Der Motivationsvirus des freudigen Musizierens hat ihn genau so gepackt wie rund ein Dutzend weiterer jugendlicher Musikanten in diesem Miniorchester.
„Mit unserem Nachwuchs sind wir recht zufrieden“, bestätigt Kunkel. Auch die Leistungen des etwas älteren Jugendorchesters seien höchst erfreulich. „Jugendarbeit ist ein wichtiges Ziel für die Stadtkapelle, sind doch die jungen Musikanten von heute die perfekt spielenden Musiker im Hauptorchester von morgen“, stellt Kunkel fest.
Trompeter tritt kürzer
Dass man es in der Stadtkapelle lange aushält, beweist Trompeter Winfried Breun, der nach 50 Jahren aktiven Spielens dort seinen Orchesterplatz jetzt räumt. „Ich war 20 Jahre lang der zweite Dirigent“, verrät Breun. „Jugendarbeit war auch in früheren Zeiten stets ein wichtiges Thema“, sagt er. Auch ihm habe die Musik ein Leben lang Viel gegeben.
Jetzt wolle er mit seinen Terminen kürzer treten und nur noch im Unterfränkischen Seniorenblasorchester spielen. Doch bevor Breun das Orchester der Stadtkapelle verließ, spielte ihm zu Ehren ein Bläserquintett noch ein Abschiedsstück.
„Dieses Weihnachtskonzert ist das letzte im Reigen unserer Jubiläums-Veranstaltungen anlässlich der 50 Jahre Hammelburger Stadtkapelle“, begüßte Gudrun Wagenpfahl, die den Vorsitz mit Tatjana Mangold und Dieter Vogler teilt, die Zuhörer. Damit diese und auch die Musiker nicht frieren mussten, war der Kirchenraum gut beheizt worden. Wagenpfahl überreichte einen Heizkostenzuschuss an Pfarrer Christian Müssig. Dieser bedankte sich, indem er einige nachdenklich machende Adventsgeschichten vorlas.
„Wachet auf!“ hieß das erste Musikstück des sinfonischen Hauptorchesters, das der Feder des barocken Komponisten Johann Sebastian Bach entstammt. Während die Jungmusiker moderne Stücke mit englisch klingenden Titeln bevorzugten, durfte es bei den erwachsenen Musikern eher die klassische Musik sein.
„Die können was“, waren die Zuhörer restlos begeistert und stimmten in das Weihnachtslied „O du fröhliche“ ein. Harte Probezeiten haben sich gelohnt: Bei den Erwachsenen waren es etwa vier Wochen für das Konzert, bei den Jugendlichen bis zu sechs Wochen.
Main-Post vom 21.12.2011 ghs
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