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Polizeiorchester spielte für die Jugendarbeit |
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Zum Repertoire gehörte auch ein Stück des Ex-Stadtkapellendirigenten Hubert Hoche
In der Hammelburger Stadtpfarrkirche ist man gewohnt, Johann Sebastian Bachs berühmte Toccata und Fuge in d-Moll stets von der Orgel zu hören. Dies war am Sonntagabend beim Benefiz-Konzert des Polizei-Orchesters Bayern anders. Die gespannt lauschenden Zuhörer, welche das Kirchenschiff reichlich mehr als zur Hälfte füllten, waren zugleich erstaunt und begeistert darüber, dass dieses Orchester so eine gewaltige Orgeldynamik noch überbieten kann. Chefdirigent Johann Mösenbichler hob dazu den Taktstock. Die Orgel kam nicht zum Einsatz, dafür ein komplettes Blasorchester.
„Der Erlös aus diesem Benefizkonzert soll der Jugendarbeit unserer Hammelburger Stadtkapelle zufließen“, wünschten die drei gleichberechtigten Vorsitzenden Gudrun Wagenpfahl, Tatjana Mangold und Dieter Vogler. „Wir müssen dringend den Bestand an Notenmaterial aufbessern“, so Wagenpfahl. Außerdem seien Musikinstrumente anzuschaffen. Auch in die Ausbildung ihrer Jugend möchte die Stadtkapelle investieren. Und schließlich wolle man der Jugend gern auch mal einen Ausflug gönnen, sofern die finanziellen Mittel ausreichen, bestätigten Mangold und Wagenpfahl.
Von Bach bis McBeth
Epochenweise bewegte sich das sehr hörenswerte Konzert von Bach über die Komponisten César Franck und Anton Dvorák bis hin zu Steven Bryant und Francis McBeth. Ein besonderes Schmankerl für die Hammelburger war das Stück „Mystikum VI“ des ansässigen Komponisten Hubert Hoche, der selbst unter den Zuhörern war. Hoche leitete von 2006 bis Ende 2008 als Dirigent musikalisch die Hammelburger Stadtkapelle.
„Es passt zusammen“, bezog sich Mangold auf das gemeinsame Jubiläumsjahr: 60 Jahre Polizeiorchester Bayern und 50 Jahre Stadtkapelle Hammelburg. Die männlichen Polizisten hatten ihre Uniformjacken an und deren weibliche Kolleginnen schwarze Wollwesten.
Das Orchester brauchte viel Platz, nicht nur den Chorraum, sondern auch noch die gesamte Fläche vor den Altarstufen. Exaktheit im Zusammenspiel, musikalisches Feingefühl und eine enorme Dynamik zeichnete diese 45, aus der Landeshauptstadt München angereisten Berufsmusiker aus.
Die Zuhörer waren beeindruckt von dem Konzert und sprachen von allerhöchstem Musikniveau. Dieses Orchester verstehe sich als kulturelles Bindeglied zwischen der Bayerischen Polizei und den Bürgern des Freistaates, verdeutlichten die Musiker.
((ghs) Main-Post vom 21.09.2011)
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