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Mit Eifer zum homogenen Orchester

29.05.2011   Ort: Hammelburg  Von: Gerd Schaar  Saale-Zeitung

Stadtkapelle "Zusammen spielen wir lieber unsere Instrumente als alleine im stillen Kämmerlein", sind Waldhornbläserin Anna Rüger und Tenorsaxophonistin Johanna Ruppert von der Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg sich einig.
Marie Pfriem spielt Querflöte in der Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg. Beim Schulfest am Sonntag, 5. Juni stellen die jungen Musiker ihr Können unter Beweis. Alle zwei Jahre wird eine neue Bläserklasse gegründet. Im September ist es wieder soweit. Fotos: Gerd SchaarDoch nicht nur das immer bessere Zusammenspiel der 17 angehenden Jungmusiker zieht diese in den Bann, sondern auch die gemeinsamen Freizeitaktionen zum Beispiel mit Spielenachmittagen und Filmabenden. "Die meisten kannten sich schon vorher, doch auch hier sind neue Freundschaften entstanden", bestätigen die jungen Teilnehmer aus der Bläserklasse.
Den Taktstock für die Neun- bis 13-Jährigen der Bläserklasse hebt Dirigent Jürgen Kunkel. Der kommt wöchentlich aus seinem 50 Kilometer entfernten Heimatort Frammersbach, um der musikalischen Jugend der Hammelburger Stadtkapelle das Zusammenspiel im Orchester beizubringen. "Ihr Instrument zu spielen haben die jungen Leute mit Hilfe der musikalischen Erziehung des Förderkreises gelernt", weist Kunkel auf die beiden sich ergänzenden Ausbildungen hin.
Das Klima ist sehr gut

Die Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg mit Dirigent Jürgen Kunkel.Mit Begeisterung sind die 17 Bläser dabei, ihre zurzeit auf den Notenpulten liegenden Stücke "Mikey-Mouse-Marsch", "Let´s rock" und "Pirates of the Caribbean" zu üben, um sich zu verbessern. Es sei ein wundervoller gruppendynamischer Prozess in dieser Bläserklasse zu bemerken, sagt Kunkel. "Innerhalb der Instrumentenregister korrigiert man sich mittlerweile selbst, ohne dass ich eingreifen muss", freut sich der Dirigent über so viel Eifer. Dies gibt dem Dirigenten auch die Rückmeldung, dass das Klima in dieser Bläserklasse stimmt, erläutert Kunkel.
Doch bevor es an die Musikstücke geht, ist zu Beginn der Probenstunde im Musikheim erst einmal die Aufwärmübung angesagt. Und das genaue Abstimmen der Instrumente. Kaum zu glauben, dass die Querflöten, Klarinetten, Trompeten und Saxophone während ihres Transportes in den Instrumentenkoffern minimale Abweichungen von der exakten Stimmung erlitten haben. So gilt es jetzt, durch geringes Verschieben von ineinander greifenden Blechrohren den Originalton wieder herzustellen. Der unbestechliche elektrische Tongeber auf dem Dirigentenpult ist der hilfreiche Maßstab für den richtigen Ton.
Am Sonntag, 5. Juni, werden nicht nur diese Musiker aus der Bläserklasse der Stadtkapelle, sondern auch weitere junge Musiker dieser Altersgruppe aus Aura, Unter- und Obereschenbach, der Mittelschule Hammelburg und zwei Bläserklassen von außerhalb zum Schulfest in der Hauptschulturnhalle zu hören sein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr.
Keine Grundkenntnisse nötig
Die Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg. Alle zwei Jahre gründe sich eine neue Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg, weist Dirigent Kunkel auf den nächsten Termin zum neuen Schuljahr im September hin. Voraussetzung an der Teilnahme sei lediglich das Verlangen nach dem Spaß zum gemeinsamen Musizieren. Gefragt seien hauptsächlich Grundschüler der zweiten und dritten Klassen. Die bräuchten außer ihrem guten Willen keinerlei musikalische Grundkenntnisse mitbringen. Die erste Bläserklasse ist vor vier Jahren gegründet worden.

 

Anna Rüger (Waldhorn) Kräftig bläst Leo Bremer die Tuba in der Bläserklasse der Stadtkapelle Hammelburg. Tenorsaxophonistin Johanna Ruppert (vorne) und Anna Rüger (Waldhorn). Anna Rüger (Waldhorn)