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Für jeden was dabei bei der Stadtkapelle |
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Gut besuchtes Frühlingskonzert als versöhnlicher Schlusspunkt der Dirigenten-Diskussion
(dübi) Der Neuanfang ist geglückt. Das erste Konzert der Stadtkapelle Hammelburg unter der neuen Dirigentin Christine Huppmann (Euerdorf) bescherte den anwesenden Blasmusikfreunden einen Hörgenuss – und den Musikern das gute Gefühl, bei allem Wandel auf ein treues Publikum bauen zu können.
Überrascht zeigte sich Vorsitzende Tatjana Mangold über den Andrang. Die Aula des Gymnasiums war so voll, dass sogar zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten. Der Saal des Köppler-Hauses steht auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung, weil dort eine neue Lüftungsanlage eingebaut wird.
Der verzweigte Weg durch die Schulgänge bis auf die Plätze war für das Publikum der komplizierteste Part des Konzertabends. Umso leichter fanden darauf die eingängigen Töne in die Ohren der Zuhörer. Auf ein Motto hatten die Organisatoren bewusst verzichtet. Gedanken über Veränderung stellte Vorsitzende Tatjana Mangold dem Konzert voran, nicht ohne den bisherigen Wegbegleitern zu danken. Gewissermaßen als versöhnlicher Schlusspunkt über die Dirigenten-Diskussionen der vergangenen Jahre. „Es soll für jeden was dabei sein“, erläuterte die Vorsitzende die neue Marschrichtung weg von ganz hohen sinfonischen Ansprüchen. Der Mix reichte von Marschmusik über Operette, Musical und Rock bis hin zur sinfonischen Blasmusik. Das Schwerste war wohl die Ouvertüre zur Operette „Orpheus aus der Unterwelt“ mit einigen Soli. Die ganze Breite menschlicher Emotionen, gespickt mit Dramatik und entspannten Jazz-Elementen, brachte ein Medley aus dem Musical Miss Saigon auf die Bühne.
Überrascht waren die Gäste, was im Nachwuchsbereich geht. Erst seit September probt die Bläserklasse mit Jürgen Kunkel. Das Jugendorchester leitete zu ansprechenden Klängen ebenfalls Christine Huppmann für Michael Bergmann, der seinen Posten hergibt. Ein weiteres Indiz für die neue Frauenpower in der Kapelle: Kerstin Golling und Antonia Jopp (Jugendkapelle) moderierten kurzweilig und lehrreich.
Main-Post vom 20.04.2010
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